Your browser (Internet Explorer 7 or lower) is out of date. It has known security flaws and may not display all features of this and other websites. Learn how to update your browser.

X

Aktuelles

Stellungnahme zur Anpassung der Berufsausbildungsbeihilfe

Posted on 18.04.2019 by
image

Die Bundesregierung plant die Anpassung der Berufsausbildungsbeihilfe und des Ausbildungsgeldes. Der Entwurf eines Gesetzes zur Anpassung der Berufsausbildungsbeihilfe und des Ausbildungsgeldes (BABAbg-AnpG) wurde im Kabinett beschlossen und dem Bundesrat zugeleitet. Demnach soll ab dem 1. August 2019 im Eingangsverfahren und Berufsbildungsbereich anerkannter Werkstätten für behinderte Menschen das Ausbildungsgeld von 37 auf 117 Euro monatlich erhöht werden. Die Verbesserung der Entgelt- und Einkommenssituation von behinderten Menschen ist grundsätzlich zu begrüßen.

Allerdings sind Werkstätten Sozial-Unternehmen, die den Verdienst der Beschäftigten erwirtschaften müssen. Eine kurzfristige Erhöhung der Grundentlohnung um mehr als 46 Prozent wird die finanzielle Stabilität von Unternehmen massiv gefährden. Darüber hinaus geht es nicht nur um die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens WfbM, sondern in besonderem Maße um das Solidaritätsprinzip der Beschäftigten. Auch Menschen mit starken Einschränkungen erfahren in NRW eine Teilhabe an Arbeit in Werkstätten. Sie arbeiten dort und erhalten ein Arbeitsentgelt, auch wenn sie den Grundbetrag nicht erwirtschaften. Andere, leistungsstärkere Kollegen gleichen das aus, weil die Steigerungsbeträge ihrer Entgelte begrenzt werden.

 

Wir fordern eine grundlegende Erneuerung der Finanzierungssystematik der Werkstattentgelte und damit eine Verbesserung der Entgelt-und Einkommenssituation für Menschen mit Behinderung.

 

Lesen Sie hier hier unsere Stellungnahme an die Politik: