wir vom hpz - sportlich und ambitioniert
Das integrative Spiel- und Sportfest ist schon seit Jahren ein sportlicher und kultureller Höhepunkt, auf den sich unsere Mitarbeiter lange im Voraus freuen. Unser Sportteam war wie immer gut vorbereitet und hat unsere Athleten bestens auf die Wettkämpfe eingestellt. Vorbildlich ist die Zusammenarbeit mit der Krefelder Gesamtschule Kaiserplatz. Das ist kein Wunder: Diese Schule unter Leitung von Jochen Adrian ist ein Erfolgsmodell. Sie wurde für den Deutschen Schulpreis nominiert und hat dabei einen Platz auf dem Treppchen erreicht. Man konnte spüren, mit welchem Engagement Schüler und Lehrer zu Werke gingen und unsere Mitarbeiter bei ihren sportlichen Ambitionen unterstützten. Das war Integration zum Anfassen. Der Dank für diese gelungene Veranstaltung gilt unserem Sportteam und den Schülern und Lehrern der Gesamtschule Kaiserplatz.

Auf Augenhöhe mit kommunaler Politik und regionaler Wirtschaft
Auch die Kommunalpolitik interessiert sich für unser Unternehmen. Der Willicher Bürgermeister Josef Heyes besuchte kürzlich unseren Werkstattstandort Hochbend und präsentierte sich bürgernah und bodenständig. Selten habe ich es erlebt, dass so viele unserer Mitarbeiter/innen einen Politiker persönlich kennen. Viele Gespräche über gemeinsame sportliche Aktivitäten waren offensichtlich der Hintergrund. Das war ein Politiker zum Anfassen. Wir erhoffen uns natürlich auch einiges von den Informationen, die wir dem Willicher Bürgermeister zum Thema Werkstattarbeit geben konnten: Kontakte mit Willicher Unternehmen und neue Aufträge für unser hpz.


Übergang auf den ersten Arbeitsmarkt - einziges Ziel der Werkstattarbeit?
Über die richtige Ausrichtung der Werkstattarbeit muss man sich bisweilen streiten. Ein Gutachten, die so genannte ISB-Studie, war ein Anlass, weshalb ich mich in den Zeitschriften "Theorie und Praxis der Sozialen Arbeit" und "Werkstatt: Dialog" zu Wort meldete. Werkstattarbeit ist mehr, als Übergänge auf den ersten Arbeitsmarkt zu schaffen, auch wenn das politisch bestellte Gutachter gerne anders sehen. Nun hat einer der ISB-Autoren zurück geschrieben, besser: zurück gekeilt. Das ist auch gut so - schließlich war mein Beitrag auch nicht gerade von freundlicher Zurückhaltung geprägt.
>>> Lesen Sie hier die ganzen Artikel:
Dr. Michael Weber: "Negativwachstum" der Werkstätten für Behinderte - ein politischer Paradigmenwechsel? _ TUP, Nr. 4/2009
Dr. Michael Weber: Das Dilemma der Fachkräfte, Werkstatt:Dialog 3/2009
Manfred Gehrmann: Das Dilemma der Leistungsträger, TUP, Nr. 3/2009
In der Sache aber mache ich mir jetzt und in Zukunft das Argument des Dortmunder Rehabilitationswissenschaftlers Horst Biermann zu eigen: "Interessant ist, dass Werkstätten seit einiger Zeit ausschließlich an ihrer Vermittlungsquote auf den allgemeinen Arbeitsmarkt gemessen werden. Zu dem Schluss, dass die geringe Übergangsquote von 0,14 Prozent laut ISB-Studie belegt, dass genau die richtige Gruppe in den Werkstätten arbeitet, kommt man erstaunlicherweise nicht."
Der Mann hat Recht. Kümmern wir uns also weiter um behinderte Menschen in unseren Einrichtungen, und zwar in einer für sie passenden Form der Teilhabe am Arbeitsleben. Die anderen können dann in der Zwischenzeit weiter Gutachten schreiben...
Es grüßt Sie herzlich
Dr. Michael Weber, Geschäftsführer des hpz